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Verpasst Apple den Netbook Trend?


Es ist schon verwunderlich, dass Apple einem so starken Trend in der Computerbranche hinterherläuft oder ihn wohl ganz verpasst. Netbooks sind die Verkaufsschlager des letzten Jahres gewesen und verkaufen sich auch 2009 wie warme Semmeln. Kein Bereich der Computermarktes kann mit solchen Wachstumsprognosen rechnen, wie die Netbooksparte. Der Vorreiter Asus verdient sich an seinem EEE eine goldene Nase, während Apple sich weiter zurückhält.

Sucht man nach “Apple Netbook” bei Google bekommt man sage und schreibe fast 15 Millionen Seiten, die dazu schon etwas im Internet veröffentlicht haben. Wenn man dann noch viele Seiten herausrechnet, die über Netbooks und irgendwo in anderem Zusammenhang auch über Apple berichten, dann bleibt doch sicher noch eine stattliche Nachfrage für ein Produkt, das es noch gar nicht gibt. Und das hat seine Gründe.

Ich habe mir im September letzten Jahres das Dell Inspiron 9 Mini gekauft, weil einfach nicht abzusehen war, ob, wann und überhaupt, was Apple in diesem Segment vor hat. Mein Macbook habe ich verkauft, denn in der Uni will ich nicht immer zwei Kilo mitschleppen, wenn dann noch eine Flasche Wasser und das ein oder andere Buch im Rucksack sind, hat man schnell vier bis fünf Kilo auf dem Rücken. Mit dem kleinen und leichten Netbook ist das erträglich und ich muss auf kaum etwas verzichten. Technisch gesehen. Worauf ich aber verzichten muss, ist die gewohnte und bewährte Arbeitsumgebung. Ich habe lange mit Windows XP gearbeitet, aber es hatte eben Gründe, warum ich irgendwann geswitched bin und vermisse eben OS X.

Klar könnte man mit den verschiedenen Hacks auch OS X auf meinem Dell installieren udn vielleicht probiere ich das sogar Mal aus. Aber verstehen, warum sich Apple in diesem Segment zurückhält, tue ich dennoch nicht.

Das iPhone ist zwar mobil und kann vieles, aber ich nutze mein Netbook vor allem auch zum schreiben und das möchte ich mir auf der iPhone-Tastatur eben nicht antun. Auch der Bildschirm würde auf Dauer meinen Augen wohl zu sehr anstrengen, das kann also nicht die Alternative sein. Das MacBook Air wäre mit seinem veringerten gewicht eventuell auch noch eine Alternative, aber hier ist der Preis das KO-Kriterium.

So sieht man ind er Uni immer weniger Macbooks, was am Anfang meines Studiums noch das Prägende Gerät in Seminaren und Vorlesungen war. Immer mehr Netbooks der verschiedenen Herstellen prägen jetzt das Bild und ich habe mich eben auch dort eingereit. Nicht, weil mein Macbook mir nicht gefallen hätte, sondern, weil es für den mobilen Einsatz nur bedingt geeignet ist.

Hier sollte Apple nachlegen, nicht nur weile s sicher viel Geld zu verdienen gibt, sondern um das Image zu stärken, Trendsetzer zu sein und das technische Leben auf die Apple ganz eigene Weise zu bereichern. Ich möchte auch mobil nicht auf OS X mit all seinen vorteilen verzichten und ich bin sicher, dass es vielen ebenso geht. gerade Studenten sind die Nutzer von Morgen und für Apple schon immer umworbene Zielgruppe gewesen. Aber genau diese sind auf mobile Lösungen angewiesen, die Apple momentan nicht bietet. Schade.


Veröffentlicht am 16.04.2009 in Apple

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